Der Seidenspinner - Robert Galbraith [Rezension]

Buchinformationen

| Hardcover | Blanvalet | Robert Galbraith | 667 Seiten | 19,99 € |

Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt. Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden, würde es Leben zerstören - zahlreiche Menschen hätten also allen Grund, Quine zum Schweigen zu bringen. Als Quine tatsächlich tot aufgefunden wird, brutal ermordet unter bizarren Umständen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das wahre Motiv des skrupellosen Mörders aufzudecken - eines Mörders, wie Strike ihm noch nie zuvor begegnet ist ..

Meine Meinung

Sehnsüchtig habe ich auf das Buch "Der Seidenspinner" hingefiebert, da mir der Vorgänger "Der Ruf des Kuckucks" unglaublich gut gefallen hat. Dementsprechend bin ich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde zu meiner Freude auch nicht enttäuscht.

"Im ersten Stock machte Strike halt. Selbst durch den dicken Stoff seines Mantels konnte er jetzt noch etwas anderes riechen: etwas, was nicht einmal der stechende chemische Geruch überdecken konnte. Süßlich, faulig, widerlich: der Gestank von verwesendem Fleisch"

Cormoran Strike ist ein unglaublich sympathischer Charakter. Der durch den "Lula Landry-Fall" bekannt gewordene Privatdetektiv stürzt sich nach einer kurzen Auszeit gleich wieder in einen neuen Fall -  er wurde beauftragt, den verschwundenen Romanautor Owen Quine wiederzufinden. Bei seinen Ermittlungsarbeiten geht er jedem noch so kleinen Hinweis nach und stößt dabei auf Unfassbares. Auch nicht zu vergessen -  die wohl bezaubernste Assistentin Robin Ellacott. Obwohl es in ihrem eigenem Privatleben gerade nicht so gut läuft, ist sie jederzeit abrufbereit und unterstützt Cormoran in seinen Ermittlungsarbeiten so gut sie kann. Egal wie schwierig, egal wie gefährlich der Fall auch sein mag, Robin schreckt vor nichts zurück.

Neben Cormoran und Robin tauchen noch viele weitere Charaktere, mit teils schwierigen Namen auf, weshalb ich, wie schon bei "Der Ruf des Kuckucks", recht häufig durcheinander gekommen bin. Mehrmals musste ich zurückblättern und nachlesen wer nun wer ist, was den Lesefluss leider etwas gestört hat.

Positiv dagegen war der ruhige und doch spannende Schreibstil des Buches, welcher mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Auch die Beschreibung des Handlungsortes - also London ist Robert Galbraith wunderbar gelungen. Sehr detailreich hat sie die umliegenden Häuser und Straßen beschrieben, was das Buch noch mehr zum Leben erweckt hat.

Zum Abschluss dürfen auch ein paar letzte Worte zum Cover nicht fehlen, welches ich absolut gelungen finde! Die kräftigen Farben kommen gut zur Geltung und auch der abgebildete Cormoran Strike wirkt sehr misteriös und geheimnisvoll. Sowas nenne ich einen echten Blickfang!

Fazit

Ein spannender Kriminalroman mit absolut sympathischen Charakteren. Wer Comoran Strike und Robin Ellacott nun kennenlernen möchte und nicht vor vielen Charakteren mit teils schwierigen Namen abschreckt, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen.


Über die Autorin

Robert Galbraith - Joanne K. Rowling wurde 1965 in Yate, England geboren. Sie las schon in ihrer Kindheit gerne und hatte aus diesem Grund früh den Wunsch Schriftstellerin zu werden. Im Alter von nur sechs Jahren erfand sie ihre erste Geschichte. 1983 studierte sie Französisch und zog 1989 nach Manchester. Während dieser Zeit arbeitete sie an zwei Romanen für Erwachsene, die sie allerdings nie veröffentlichte und später vernichtete. Während einer Zugfahrt von Manchester nach London erfand sie 1990 die Romanfigur Harry Potter. 1995 vollendete sie "Harry Potter und der Stein der Weisen", der daraufhin 1997 mit einer Startauflage von 500 Exemplaren veröffentlicht wurde. Band zwei bis sieben erschienen von 1998 bis 2007. Im Jahr 2012 ging "Ein plötzlicher Todesfall" in den Verkauf und im November 2013 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Robert Galbraith den Kriminalroman "Der Ruf des Kuckucks". (Quelle: wikipedia.de) 

Kommentare:

  1. Schöne Rezension! Mir hat das Buch auch gut gefallen :-)

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    1. Dankeschön! Das freut mich sehr :)

      Liebe Grüße

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  2. Liebe Sandra,

    das ist eine sehr gelungene Rezension und macht mir nur noch mehr Lust auf dieses Buch. :) Das Cover ist wirklich ein absoluter Blickfang, ich finde es total ansprechend.
    Auch das Zitat, dass du verwendet hast, klingt vielversprechend und macht neugierig.

    Also ist das Buch, genauso wie bei "Ein plötzlicher Todesfall", mit vielen Namen gespickt, die man sich anfangs nicht so leicht merkt. :-/ Ich bin ja auch so Eine: ich komme da gerne mal durcheinander. Erst nach einer gewissen Einlesezeit geht es dann.^^

    Nichtsdestotrotz will ich diesen berühmt berüchtigten Cormoran Strike und seine Assistentin Robin Ellacott sehr gerne kennenlernen. Ich habe mir ja "Der Ruf des Kuckucks" noch für Dezember vorgenommen und sollte ich "Der Seidenspinner" nicht zu Weihnachten geschenkt bekommen, dann schenke ich ihn mir danach eben selber. ;-P

    Alles Liebe ♥,
    Janine

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    1. Liebe Janine,
      vielen Dank für deine lieben Worte <3 Finde ich super, dass ich dir nun noch mehr Lust auf das Buch machen konnte. Jaa, leider tauchen viele Namen auf, womit ich meine Schwierigkeiten hatte (bei Filmen stelle ich mich da auch immer so an). Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass "Der Seidenspinner" an Weihnachten unter deinem Weihnachtsbaum liegt, damit du es auch schnell lesen kannst :)

      Liebe Grüße

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