Raum 213: Harmlose Hölle - Amy Crossing [Rezension]

Buchinformationen

| Broschur | Loewe | Amy Crossing | 176 Seiten | 7,95 € |

Die Eerie High sieht auf den ersten Blick aus wie eine normale Schule, doch ein Zimmer ist das personifizierte Böse: Raum 213. Jeder, der diesen Raum betreten hat, musste die Hölle durchleben - oder hat es nicht überlebt! Für Liv scheint es gerade nicht schlimmer kommen zu können: Ihr Freund küsst - vor ihren Augen! - und sie wird von dem unheimlichen Ethan verfolgt. Er bedroht sie, macht komische Andeutungen. Liv ist eingeschüchtert, nimmt die Drohungen jedoch erst nicht ernst. Bis sie ein Mädchen in ihrem Garten findet - Ethans Ex-Freundin, ermordet! 

Meine Meinung

Das Buch "Raum 213: Harmlose Hölle" habe ich mir vor ca. 4 Monaten bei einem Ausflug nach München in der Buchhandlung Texxt als Mängelexemplar gekauft, seitdem stand es ungelesen in meinem Bücherregal. Als ich nun wieder Lust auf ein Jugendbuch hatte und der Klappentext sich unglaublich spannend und vielversprechend angehört hat, habe ich sofort nach diesem Buch gegriffen.

"Mit einem Satz sprang sie auf, sah die erschrockenen Gesichter der Polizisten, aber sie achtete nicht darauf. Sie rannte aus der Küche hinüber ins Bad und schaffte es gerade noch bis zur Kloschüssel, bevor sie sich übergeben musste, bevor sie alles aus sich herauswürgte, das Entsetzen, die Angst, die Hilflosigkeit"

Die Hauptprotagonistin Liv konnte mich zu Beginn der Geschichte nicht von sich überzeugen. Sie war mir einfach zu naiv. Auch das Beziehungsdrama mit Daniel konnte ich nicht nachvollziehen. Sie hätte ihm zumindest eine Chance geben können, damit er seine Sicht der Dinge erklären kann. Stattdessen ist sie weggelaufen und hat ihn ignoriert. Im Laufe der Geschichte wächst Liv allerdings über sich hinaus. Sie springt über ihren Schatten und wirkt auch nicht mehr so nachtragend, was mir wiederum gut gefallen hat. Ihr Bruder Jessie hat mir dagegen von Anfang an gefallen. Er versucht Liv zu beschützen wo er nur kann und steht immer auf ihrer Seite. So einen großen Bruder wünscht sich doch jedes Mädchen!

Weiterhin wird die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt, was mir unglaublich gut gefallen hat. Zum einen aus der Sicht von Liv und zum anderen aus der Sicht von Ethan, der in Raum 213 eingeschlossen war. Somit gab es immer wieder Rückblenden und man erfuhr was Ethan vor zwei Jahren in diesem Raum Schreckliches erlebt hat. Zum Ende hin wird die Geschichte nochmal richtig spannend und so verwirrend, dass man nicht mehr weiß, wem der Protagonisten man trauen kann. Jeder könnte der Täter sein und so kann es schnell passieren, dass man auf der falschen Seite steht.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Worte zum Cover sagen, welches mir richtig gut gefällt. Das Farbspiel von Schwarz, Weiß und Türkis sowie die Verschnörkelungen kommen wunderbar zur Geltung und richten die Aufmerksamkeit sofort auf das Buch. Die Folgebände der Reihe sind in anderen Farben, aber in der selben Aufmachung erschienen, was für mich einen großen Wiedererkennungswert hat. 

Fazit

Ein klasse Jugendbuch mit Spannung und Gänsehautfaktor. Wer mit einer Jugendbuchreihe beginnen möchte und kein Problem mit hohem Erzähltempo hat, für den ist das Buch genau das Richtige. Der Folgeband "Raum 213: Gefühlvolles Grauen" wird definitiv in mein Bücherregal einziehen!


Über die Autorin

Amy Crossing hat ihre Jugend in Maryland verbracht. Mit 17 Jahren zog ihre Familie überraschend nach England, über die Gründe für den Umzug bewahrt die Autorin bis heute Stillschweigen. Heute lebt sie mit ihrer Familie zurückgezogen von der Öffentlichkeit in der Nähe von New York.

Kommentare:

  1. Hallo Sandra :)

    Tolle Rezension. Klingt total klasse und spannend, somit wandert das Buch direkt auf meine Wunschliste!

    Liebe Grüße,
    Jana

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    1. Hey Jana,
      dankeschön, das freut mich!

      Liebe Grüße

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